Völlige Veränderung? – Mobile Marketing im Jahr 2018

960 640 effektor

Das Smartphone wird immer wichtiger und damit auch das Mobile Marketing an sich, denn immer mehr Zielgruppen sind fast ausschließlich auf Smartphones erreichbar.

Dieser Beitrag widmet sich deshalb hauptsächlich den Mobile Marketing Trends die sich derzeit für das Jahr 2018 abzeichnen.

1. Engagement und Personalisierung

Ungefähr Dreiviertel der Nutzer, die durch App-Install-Kampagnen angeworben wurden, fallen bereits in den ersten Tagen wieder ab und können nicht erneut von der App überzeugt werden. Deshalb wird der Fokus 2018 darin bestehen Akquisitions-Kampagnen effektiver zu entwickeln, damit auch die richtigen werthaltigen Konsumenten angesprochen werden.

Pure App-Downloads als Erfolgskriterium verfälschen somit das Bild über die tatsächlichen werthaltigen Downloads und werden aus diesem Grund in Zukunft nicht weiter als Messgröße verwendet. Viel mehr werden erneuerte Software-Systeme, die ermöglichen das Verhalten eines App-Nutzers zu verfolgen, das Tool sein um Zahlen zu messen. Des Weiteren wird auch der Fokus darauf gesetzt werden müssen personalisierte Angebote für den Nutzer zu entwickeln, damit auf die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen vordergründig eingegangen werden kann.

2. Augmented Reality (AR)

Augmented Reality hat nicht nur den Vorteil, dass es ohne einem schwer handbaren Headset-Equipment nutzbar ist, sondern auch, dass ein aktuelles Smartphone vollkommen ausreicht, um AR zu nutzen.

Zwar wird im Jahr 2018 sicherlich nicht von einem bedeutenden Durchbruch der Augmented Reality die Rede sein werden, doch es ist absehbar, dass sich immer mehr User mit der neuen Technologie vertraut machen und mit großer Wahrscheinlichkeit die vielen Möglichkeiten, die in Augmented Reality stecken erkennen werden.

Genau aus diesem Grund werden ständig neue Themen angesprochen, ausprobiert und auf den Markt gebracht. Denn Wegbereiter der praktisch anwendungsorientierten Augmented Reality sind bislang Spiele, wie z.B. „Pokémon Go“ gewesen, die die Technologie dem Konsumenten näher gebracht und Hemmschwellen abgebaut haben. 2018 sind sicherlich weitere entsprechende AR-Marketingwunder zu erwarten.

3. Messenger

WhatsApp, Facebook Messenger und Snapchat belegen in den deutschen Google Play-Charts Top-10-Plätze. Instagram Direct könnte dort bald auch einen eigenen Chart-Platz unter den beliebtesten Messengern belegen. Auch in den iTunes-App Store-Charts sind jene Messenger-Apps weit oben platziert. Messenger wie WeChat, Viber und Line sind hauptsächlich in Asien ganz oben vertreten.

Es ist bereits deutlich erkennbar, dass solche Messenger-Apps sich in eine neue Art von Social Networks wandeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist die App „WeChat“ aus China: mit WeChat kann man nicht nur chatten, sondern auch online shoppen, Flüge und Tickets buchen und alles direkt innerhalb der Plattform bezahlen. 2018 ist zu erwarten, dass die übrigen Mitbewerber einen ähnlichen Weg zu einer Super-Messenger-App auch einschlagen werden.

4.  Künstliche Intelligenz, Bots und Voice Search

In Zukunft werden User in den Messengern immer häufiger mit sogenannten Bots kommunizieren. Und zwar in Form von Chats oder auch durch die Verwendung direkter Sprache bzw. mittels Voice Search. Dabei werden im Jahr 2018 konkret die Voice-Search-Systeme Google Home, Amazon Echo oder auch der kürzlich erschienene Apple HomePod im Fokus stehen.

Diese digitalen Assistenten befanden sich 2017 zwar noch in ihrer Anfangsphase und lieferten auch deshalb im alltäglichen Gebrauch noch keine bemerkenswerte Performance ab. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass 2018 dank der Entwicklungssprünge von künstlicher Intelligenz im Allgemeinen auch große Fortschritte in Sachen Bots und digitalen Assistenten zu erwarten sind.

5. Video und Live-Streaming

Stetige Datenvolumen-Erhöhungen von Mobilfunkanbietern verführen den Nutzer dazu mehr Videos auf dem Smartphone anzuschauen. Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram sind die perfekte Plattform, um mobile Videos und Live-Übertragungen zu verbreiten. Des Weiteren wird im mobilen Bereich auch die direkte Einbindung von Videos in E-Mails immer beliebter.

Das Potenzial für Marketer, Video-Publisher und Plattformen erhöht sich dabei gleichermaßen: zunächst haben Marketer eine neue Plattform, damit die Zielgruppe auch mobil erreicht werden kann. Publisher gewinnen eine neue Option zur Monetarisierung und Plattformen sind in der Lage dazu neue innovative Werbeformen zu entwickeln.

6. Schnelligkeit ist das A und O

Mobile Websites sollten so schnell wie möglich auf dem Smartphone geladen werden können. Dies hat Google letztes Jahr mit dem AMP-Format schon offen angesprochen.

Laut Searchmetrics sind bereits 20 Prozent aller mobilen Google-Suchergebnisse mit dem AMP-Logo gekennzeichnet. Und seit Februar ist der AMP-Traffic um 87 Prozent gestiegen.

Jedoch belohnt Google nicht nur Websites mit AMP, sondern auch Websites, die von sich aus eine schnelle Ladezeit auf mobilen Geräten gewährleisten. Die Geschwindigkeit bringt einer Website nicht nur einen guten Platz innerhalb der Google-Suchergebnisse, sondern verschafft der Website aufgrund der verbesserten mobilen Usability meist auch mehr Conversions und somit auch mehr Umsatz.

7. Mobile-Fraud

Eines der Hauptthemen das 2017 im Fokus lag war Mobile Fraud. Es hat das komplette System von App-Installationen und dem Mobile Marketing zum Wanken gebracht. Und zwr mit betrügerischen Click Injections, Ad Stackings und Attribution Frauds.

Sämtliche Technologie-Anbieter wie Adjust, Appsflyer oder Tune haben 2017 zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, um Betrug im Mobile Marketing aufzudecken. Des Weiteren wurde von Google eine neue API für Android veröffentlicht, um Click Injection zu stoppen.

Zwar wird das Problem des Mobile-Frauds auch im Jahr 2018 sicherlich nicht komplett gelöst werden können, jedoch lenken die eingeschlagenen Maßnahmen das Problem in die richtige Richtung. Werden diese Maßnahmen weiterhin verfolgt, so stehen die Chancen nicht schlecht, dass das Vertrauen in das Mobile Marketing 2018 wieder rehabilitiert wird.

%d Bloggern gefällt das: