Viel Trubel um die DSGVO: Und jetzt?

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Anfang des Jahres gab es viel Wind um die neue DSGVO. Nun muss der User überzeugt werden, wem er welche Daten gibt. Alisa Bergman, Privacy-Chefin von Adobe, erklärte nun wie gute Überzeugung funktionieren kann.
Auf der Digitalkonferenz DMEXCO konnten einige Journalisten ihre Fragen an Alisa Bergman stellen. Unsicherheit und manche Verwirrungen sollten behoben werden. Vor allem Deutschland ist ein Land, in dem die Privatsphäre streng behandelt wird.

Das größte Problem ist eindeutig. Die neuen Begriffe „Verantwortlicher“ und „Auftragsverarbeiter“ können nicht genau auseinandergehalten werden. Die neue DSGVO definiert die Begriffe sinngemäß wie folgt:
Der Verantwortliche bestimmt nur was mit, den von ihm erhobenen Daten, passiert. Der Auftragsverarbeiter ist schließlich nur für die Verarbeitung der Daten bestimmt.
Ist doch einfach, denken Sie? Schwierig wird es jetzt nur, wenn die Verantwortlichkeit in Unternehmen bei mehreren Personen liegt.

Inzwischen haben alle Websites ihre Datenschutzbestimmungen aktualisiert und an die DSGVO angepasst. Der Trubel rund um die große Verunsicherung seitens Unternehmen habe sich allmählich gelegt, so Bergman.
Doch die Veränderung zieht sich bis heute. Künftig muss im Bereich Werbung und Marketing verstärkt auf die Qualität der Daten geachtet werden. Grund dafür ist, dass die Erhebung solch relevanter Daten durch die DSGVO erschwert wurde.

Künftig muss der User einwilligen, dass seine personenbezogenen Daten von den Unternehmenswebsites verarbeitet werden dürfen. Um dies bestmöglich zu schaffen, empfiehlt Bergman eine Transparenz der Websites. Das heißt, dass das Unternehmen dem User genau sagen muss, wann Daten gespeichert werden und erklären wieso. Der User muss entscheiden, welche Cookies er zulassen möchte und welche nicht.

Nun werden kleine Leisten mit Hinweisen übersehen oder gar nicht erst betrachtet. Adobe geht mit einem guten Beispiel voran und setzt hier auf Kreativität. Neben Fullpager und Popups, testet Adobe sogar ganze Videos. Dabei setzten sich die Popups am meisten durch, die dann allerlei Optionen und Möglichkeiten präsentieren. Vergessen werden darf aber nicht, dass jede Möglichkeit in das Design der Website eingebettet werden sollte.

Wie sich die Zukunft weiterhin entwickelt, ist aktuell noch ungewiss. Die noch kommende ePrivacy-Verordnung, welche manche Teile der DSGVO noch ausführlicher definiert, bildet dabei nicht das Schlusslicht. Vor allem Unternehmen, welche international agieren, müssen sich auf immer ändernde Bestimmungen einstellen. Alisa Bergman schaut dennoch optimistisch in die Zukunft.

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