Snapchat, Instagram & Co. : Menschen verbringen immer mehr Zeit auf Sozialen Medien

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Facebook wächst weiter. Doch die einst so beliebte Plattform verliert gerade in der jüngeren Generation an Bedeutung. Neue Ergebnisse des Pew Research Centers bestätigen dies, demnach liegen soziale Netzwerke wie YouTube und Snapchat in den obersten Rankings.

Die Studie unterscheidet des weiteren zwischen allgemeiner Nutzung und Nutzungshäufigkeit. YouTube liegt dabei auf der ersten Platz (Instagram, Snapchat, Facebook und Twitter folgen).
Spitzenreiter der Nutzungshäufigkeit sind YouTube und Snapchat, dicht gefolgt von Instagram – auch hier liegt Facebook mit enttäuschenden 10% weit hinten.

Vor kurzem veröffentliche Business Insider einen Beitrag mit dem Titel „Generation Z is already killing Facebook“. Ishan Goel, ein 19-jähriger Marketing Stratege der Mark Cuban Companies nahm darin Stellungnahme und sagte, dass die heutige Generation „zu cool“ für Facebook sei und diese Plattform ausschließlich für Gruppenchats genutzt werde – oder um mit den eigenen Eltern in Verbindung zu bleiben.
Die Headline wurde im Nachhinein entschärft.
Wie sich die Entwicklung im Bezug auf Facebook verändert ist dennoch unklar.
Die Nutzungshäufigkeit von Social Media steigt stetig.

LÖST DAS SMARTPHONE DEN DESKTOP AB?

Jährlich bringt Mary Meeker, Partnerin der Investmentfirma Kleiner Perkins Caufield & Byers eine Studie zu den „Internet Trends“ heraus.
Während in den letzten Jahren noch oft von „mobile first“ die Rede ist, heißt es für die Gen Z „mobile only“.
2017 verbrachten US-Amerikaner täglich 3,3 Stunden am Smartphone und 2,1 Stunden am Desktop/Laptop, welches der niedriste Wert seit 2008 ist.
Die „mobile only“-Generation prägt den Abwärts-Trend weiterhin und ist auch der ausschlaggebende Grund für das up-ranking der Messaging Apps.
An dem Up-ranking können sich auch Social Networks wie Youtube und Snapchat und diverse Messaging Apps erfreuen. Lag die tägliche Nutzungsdauer von Social Media vor fünf Jahren noch bei 90 Minuten, so liegt sie heute bei 135 Minuten weltweit. Das liegt zum Großteil an der einfachen Handhabung der Apps. Mit der Anpassung des News Feeds Algorithmus sank die Verweildauer auf Facebook immens. Viele Nutzer beklagen sich, der News Feed seie nicht exakt synchronisiert.

Zukünftig wird sich der Trend fortsetzen: die Nutzung von Smartphones über Desktops/Laptops steigt und Messaging Apps lösen die altgewohnten Social Media Plattformen zum verschicken von Kurznachrichten ab.
Gerade ersteres bewährte sich aufgrund der Generation Z in den letzten Jahren. Die „always on“-Mentalität steigt drastisch. Während 2014/15 noch 24% aller Jugendlichen der USA angaben, beinahe durchgängig online zu sein und 56% mehrfach über den Tag verteilt online zu sein, liegen die Werte 2018 bei 45% für die durchgängige, fast pausenlose Nutzung des Smartphones und 44% bei der mehrfachen Nutzung. Dies belegte die Studie des PEW RESEARCH Centers.

Es scheint so als habe Facebook den Trumpf jedoch noch nicht ganz aufgegeben. Viele Nutzer legen immer noch großen Wert auf Sicherheit und da seien die „kleineren“ Apps wie Snapchat hingegen angreifbarer.
Derzeit verwenden etwa 51% der Jugendlichen noch Facebook, die Always-On-Nutzung geht dabei aber eher an andere soziale Netzwerke und Apps. Eine weitere Rolle spielt aber auch Youtube und gehört damit auch zu den langfristig stabileren Anwendungen, wie auch Instagram und Facebook.

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