Print vs Digital

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In Zeiten der totalen Digitalisierung (E-Mail statt Brief, E-Book statt echtes Buch und Online-Antrag statt Kugelschreiber Kreuzchen) könnte man meinen: Printwerbung stirbt aus. Aber ist dem wirklich so?
Laut einer Umfrage des Instituts Allensbach vertraut die Mehrheit von 88% der Befragten noch der Printwerbung, da diese ein gutes und sicheres Gefühl dem Konsumenten vermitteln. Dieses sichere Gefühl entsteht dadurch, dass die Printwerbung nach dem Druck nicht mehr verändert werden kann und somit fix ist und als handfester Beweis dienen kann. Völlig außer Acht gelassen, dass Printerzeugnisse zusätzlich in die Hand genommen werden und durch Geruch und Haptik erlebt werden können. Digitale Werbung hingegen kann jederzeit geändert werden, ohne dass man dies direkt bemerkt. Der Ruf der digitalen Werbung, dass sie als aufdringlich gilt, hilft dabei der Imageverbesserung dieser im Konkurrenzkampf der beiden Medien nicht wirklich weiter. Auf fast jeder Website ist Werbung vorhanden und jede dieser Werbung will sich gegen die Konkurrenz absetzen. Durch zu viel schrille, auffällige Werbung wird Abstumpfung und Ablehnung beim Nutzer erzeugt. Dabei kommt es auch häufig vor, dass Werbung angezeigt wird, die einen gar nicht interessiert. Bei Printwerbung kann man immerhin noch entscheiden, ob man sich einen Flyer oder eine Broschüre mitnimmt oder durchliest.

Doch so verpönt digitale Werbung auch sein mag: Sie hat durchaus Vorteile! Sie ist nur nur leichter auffindbar und umweltfreundlicher, auch kann sie personalisiert werden. Mithilfe geschickter Online-Marketing-Tools kann Werbung genau an der richtigen Stelle, das richtige Produkt für die richtige Zielgruppe verkaufen.
Printwerbung als solches kann wohl niemals komplett ersetzt werden, doch ist das Zusammenspiel der beiden Medien ein großer Vorteil für die Zukunft. Und der Ruf der Printwerbung wird wohl hoffentlich durch eine erhöhte Qualität der Werbung in den nächsten Jahren sich in eine andere Richtung wandeln.