Die 5 größten Mythen im Influencer-Marketing

960 561 effektor

Für viele Marketer hört sich das Influencer Marketing als unschlagbar an. So haben Viele die Vorstellung, dass man mit einem großen Influencer und seiner Fangemeinde schnell viel Aufmerksamkeit im Internet generieren kann. Solche Missverständnisse und Vorurteile gegenüber dem Influencer Marketing sind weit verbreitet. Doch was ist Realität und was ist nur Mythos? In diesem Artikel werden die 5 größten Mythen aufgedeckt:

Mythos Nr. 1: Je bekannter der Influencer, desto besser

Viele sehen namhafte Influencer als Garantie für den Erfolg einer Marketing Kampagne. Mittlerweile ist dies jedoch nicht mehr der Fall, da die meisten Kunden inszenierte Product-Placements erkennen und sich der fehlenden Glaubhaftigkeit der Influencer-Stars bewusst sind. Es ist kein großes Geheimnis mehr, dass hinter den Social-Media-Stars große Teams mit Marketing-Strategien stecken.

Aus diesem Grund sollten Marketer bei der Auswahl eines passendes Influencers nicht auf die Bekanntheit oder Reichweite des Influencers setzen. Man sollte sich eher darauf fokussieren, dass die Follower des Influencers mit der eigenen Zielgruppe übereinstimmen und das Produkt zu dem Image des Influencers passt. Mit anderen Worten: es sollte relevanter Content erstellt werden. Denn so gelingt es der Marke glaubwürdig vertreten zu werden – ohne dabei einen unauthentisch-aufgesetzten Webauftritt zu riskieren.

Die Zusammenarbeit mit der Gruppe der sogenannten Micro-Influencer stellt einen passenden Lösungsansatz dar, um falsch gesetzte Produkt-Placements zu vermeiden. Der Grund: Microinfluencer decken mit einem besonderen Fachwissen meist spezielle Nischen ab und sind dadurch um ein vielfaches authentischer als die Stars der Influencer-Szene. Trotz kleinerer Followerzahl können diese Influencer-Accounts durchaus als hochwertiger betrachtet werden. Nicht nur weil hier eine persönlichere Kommunikation stattfindet, sondern auch weil über diesen Weg stärkeres Vertrauen aufgebaut werden kann, welches wiederum zu mehr Engagement mit der Marke bei der Zielgruppe führt.

Mythos Nr. 2: Influencer-Marketing braucht eine große Marke mit einem großen Budget

Im Influencer Marketing hört man viele Stimmen, die sagen, dass mehr Budget zu mehr Reichweite und mehr Umsatz führt. Doch mit dieser Aussage liegt man häufig falsch. Bildlich gesprochen verbrennen viele Marken ihr Budget, indem sie viel Geld für bekannte Influencer ausgeben, um eine große Reichweite zu erzielen. Eine solche Investition rentiert sich in den meisten Fällen jedoch nicht, um als Marke bekannter und relevanter zu werden.

Wie bereits zuvor angesprochen, kann man durch die Zusammenarbeit mit Micro-Influencern auch mit wenig Geld durchaus eine passable Reichweite aufbauen, die sich v.a. mit einem tendenziell hohen Engagement auszeichnet – und auf diese Weise erfolgreiches Influencer-Marketing betreiben. Dabei ist es allerdings von fundamentaler Bedeutung, dass die richtigen Micro-Influencer mit einer gezielten Kampagne vereint werden.

Mythos Nr. 3: Influencer Marketing ist günstig

Die Annahme, dass Influencer-Marketing unvergleichlich günstig sei ist ein weiterverbreitetes Gerücht. Dies spiegelt jedoch nur in einem bestimmten Maß die Realität wieder. Gewiss ist das Zusammenarbeiten mit Influencern günstig, jedoch gehört nicht nur die Gage des Influencers zu den Ausgaben. Zu einer solchen Kampagne gehört nämlich auch die Vorbereitung, das Data Tracking, die Auswertung der Daten und die visuelle Darstellung. Diese zusätzliche Kosten führen zu einer erfolgreichen Kampagne und gehören ebenfalls zum Influencer-Marketing.

Zwar sind die aktuellen Gagen der Influencer im Vergleich zur A- oder B-Prominenz tatsächlich recht günstig, jedoch steigen diese Preise mit dem Wandel des Marktes und der damit wachsenden Erkenntnis der Influencern über ihren eigenen Marktwert.

Mythos Nr. 4: Gemütlichkeit dank Influencer-Marketing

Viele Marketer pflegen die Vorstellung, dass Influencer-Marketing eine Art Selbstläufer ware, bei dem man die Arbeit bedenkenlos abgeben kann und gleichzeitig hohe Reichweiten erzielt. Infolgedessen werden viele Marketer dazu verleitet völlig unstrukturiert einfach „irgendetwas mit Influencern“ zu machen.

Um erfolgreiches Influencer-Marketing betreiben zu können, ist es wichtig neben Geld auch Zeit in die Beziehung mit dem jeweiligen Influencer zu investieren. Deshalb sollte man möglichst eng mit dem ausgewählten Influencer zusammenarbeiten, um auch das Bestmögliche aus dem Influencer-Marketing zu schöpfen. Dadurch kann relevanter Content erarbeitet werden, der die entsprechende Zielgruppe anspricht und durch einen authentischen Influencer repräsentiert wird. Hierbei ist es wichtig, dass der Influencer eine persönliche Beziehung mit der Fangemeinde aufbaut, bzw. aufgebaut hat.

Des Weiteren sollte man einen Überblick haben was der Influencer im Normalfall produziert und kreiert, und dies bei gegebener Zielgruppen-Passung mit der eigenen Marken-Fanbase teilen. So kann der Influencer durch das eigene Marketing ebenfalls unterstützt und gefördert werden – hieraus ergibt sich eine Win-Win-Situation. Ein echtes Geben und ein Nehmen von dem alle Seiten profitieren können.

Mythos Nr. 5: Influencer-Marketing funktioniert nur bei jungen Zielgruppen

Zwar sind die meisten YouTube-Stars und Instagram-Stars Teenager, die sich mit Mode, Beauty und Lifestyle beschäftigen. Das heißt aber nicht, dass Influencer-Marketing nur eine junge Zielgruppe anspricht. Laut der Influry-Studie nehmen mehr als ein Viertel der Internetnutzer in Deutschland Product-Placements von Influencern als Werbung war. Das bedeutet, dass solche Produktplatzierungen vor allem bei 18 bis 23-Jährigen wirken, gefolgt von den 24 bis 29 Jährigen.

Besonders prominente Social-Media-Stars haben junge Zielgruppen und können eine große Reichweite generieren. Doch wie bei Mythos Nr. 1 ist die Reichweite eines Influencers nicht allein ausschlaggebend, da die Glaubwürdigkeit und die Relevanz noch viel wichtigere Faktoren erfolgreichen Influencer-Marketings sind.

Fazit

Influencer-Marketing ist gut, um eine persönliche Beziehung zur Zielgruppe aufzubauen. Hier ist es wichtig sich im Klaren darüber zu sein, dass die Reichweite eines Influencers als Bewertungskriterium allein nicht aussreichend ist. Viel wichtiger ist es bei dieser Form des Marketings relevant zu sein. Dies kann man mit der Zusammenarbeit von Micro-Influencern erreichen, da diese eine kleine Nische bedienen und in der Regel eine persönliche(re) Beziehung zu ihrer Fangemeinde pflegen. Außerdem sollten sich Marketer bewusst sein, dass das Influencer-Marketing stets mit viel Arbeit und Geld verbunden ist. Im Großen und Ganzen sollte man sich nicht durch die verbreiteten Irrtümer und Mythen des Influencer-Marketing beeinflussen lassen, denn ein genauer Blick zeigt, dass hier im Endeffekt vieles häufig mehr Schein als Sein ist.