Anonymisiert oder personalisiert?

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Wie man es auch macht: Es ist immer falsch. Ist eine Werbung sehr gut getrackt und personalisiert, sei es schlimm und beängstigend. Wenn aber völlig irrelevante Werbung angezeigt wird, wird gemeckert, weshalb keine interessante und relevante Werbung angezeigt wird.
Sobald im Internet nach etwas gesucht wird, werden auf den nächsten besuchten Seiten genau die Produkte oder Dienstleistungen umworben. Schuld daran sind die Cookies. Um es bildlich zu beschreiben: Bei jedem Besuch auf einer Website hinterlassen wir eine Spur, welche uns zugeordnet werden können.
Ein Retargeting ist aber dann schlecht eingestellt, wenn uns Sachen angezeigt werden, die wir schon längst besitzen, da wir sie beispielsweise eben noch in einem Onlineshop gekauft haben.
Schnell sind wir dadurch aber genervt. Immer und überall umworbene Produkte, die wir besitzen. Was bleibt da übrig? Ein wohl eher schlechtes Bild auf den Werber, welcher sein Werbehandwerk nicht ganz versteht. So geraten auch ganze Werbekampagnen schnell ins falsche Bild.

Die zweite Seite der Medaille
Doch das Spiel funktioniert auch andersherum. Sie buchen einen Termin über das Internet. Suchen wenig später nach weiteren Angeboten zum passenden Termin und plötzlich tauchen überall Werbeanzeigen zum Termin auf. Dann ist es wieder beängstigend, dass die Datenauslese doch so gut funktioniert.
Hatten Sie selbst nicht schon mal den Fall, dass Sie über etwas gesprochen haben und wenig später flatterte die passende Anzeige auf das nächste Banner einer Internetseite? Da kommen schnell Vorwürfe auf, dass wir doch belauscht werden.
Doch auch hier: Was für ein Bild bleibt beim Werber, trotz personalisierter Werbung? Kein Gutes! Schnell machen sich Vorwürfe breit.
Wie Sie sehen, steckt die Werbebranche in einer Lose-Lose-Situation.

Für alles gibt es eine Lösung?
Eine Lösung für diese Situation gibt es derweil noch nicht. Klar ist nur, dass sich auf beiden Seiten, sowohl die der Werber als auch die der User, etwas am Verhalten ändern muss. Die Werbetreibenden müssen weiterhin und stärker den User aufklären, welche und was für Daten für welchen Zweck erhoben werden. Die DSGVO leistet dafür eine gute Arbeit.
Doch die User müssen ihr Verhalten im Internet überdenken. Wo im Internet nur so mit den persönlichen Daten um sich geworfen wird, wird im realen Leben bei einer Umfrage schon der Name ungerne angegeben.
Leicht widersprüchlich, aber leider wahr.

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