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Klassisches SEO Ade?

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Am 10. November fand die Search Conference in München statt. Auf der Veranstaltung diskutierten und präsentierten Experten die aktuellen Trends und Themen zu Suchmaschinenmarketing. Eine höchst relevante Fortbildung, um als Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben zu können. Denn die SEO-Methoden sollten regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden – und dabei hilft die Moderatorin Astrid Jacobi, Geschäftsführerin von jacobi&jacobi GmbH, in München, Hamburg und Frankfurt.

Die Existenz des klassischen SEO in Zeiten von bezahlten Adwords-Anzeigen, die vor allem im mobilen Bereich dominieren, war mitunter Thema des Seminars.

Dabei ging Frau Jacobi auch auf die Entwicklung der Sprachsuche ein. Laut einer Umfrage von Google in den USA verwenden von 1400 Usern 55 Prozent der Teenager und 41 Prozent der Erwachsenen bereits die Möglichkeit der Sprachsuche.

Für Astrid Jacobi ist das maschinelle Lernen einer der bedeutendsten Trends im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Gemäß Cisco wird der Machine-to-Machine-Traffic bis 2019 um 71 Prozent anwachsen – 67 Prozent des IP-Traffics wird dann von Nicht-PCs generiert werden. Hierbei ist Googles neues Projekt „RankBrain“ (Blogeintrag effektor – Google RankBrain) essentiell. Bereits seit geraumer Zeit analysiert das AI-System nahezu alle bei Google eingehenden Suchanfragen – dabei ist hervorzuheben, dass die User 15 Prozent der täglichen Anfragen noch nie gestellt haben.

Jedoch kann sich das Google Rankbrain auch negativ auf Unternehmen auswirken, da Google zunehmend die in der Suchmaske gestellten Fragen selbst beantwortet. Dies hat zufolge, dass die verlinkten Unternehmensseiten in einigen Fällen keine Klicks mehr erhalten und somit kostbare Reichweite verloren geht.

So wie die Anzahl an Adwords-Anzeigen steigt, nehmen die organischen Treffer ab – und das insbesondere im mobilen Bereich.

Daraus kristallisiert sich die Frage, ob klassisches SEO überhaupt noch eine Chance hat.

Die Frage kann laut Jacobi mit „Ja“ beantwortet werden, wenn folgende Punkte beachtet werden:

  1. Performance-Optimierung

Bei Besuch einer Website sollten den Usern keine Hürden in Form von langen Ladezeiten erwarten. Zu lange Wartezeiten werden von Usern mit einem Abbruch bestraft und so verlieren die Website-Betreiber potentielle Kunden. Bereits Websites, die über 0,1 Sekunden laden, werden nicht mehr als „sofort“ empfunden. Die Nutzer mobiler Geräte sind noch ungeduldiger. Um Ihre Website-Performance weiter zu optimieren, stehen Ihnen unter anderem diese Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Bilder komprimieren
  • Expiration Date einer Datei setzen
  • Prefetching
  • CSS und JS
  • “Above the fold”-Felder zuerst laden

Mehr dazu: (Blogeintrag effektor – Website Performance)

  1. User-Experience

„Der Begriff User Experience umfasst alle Aspekte der Interaktion eines Benutzers mit einer Firma, ihren Dienstleistungen oder ihren Produkten. Er beschreibt Erwartungen, Wahrnehmungen und Reaktionen, die vor, während und nach der eigentlichen Nutzung auftreten.“

Hier erfahren Sie mehr zu User Experience.

In unserem Fall ist die Website-Wahrnehmung eines Users von Bedeutung:

  • Ansprechendes Design
  • Sinnvoller Inhalt
  • Leichte Anwendung
  • Übersichtlicher Aufbau

Je positiver die Benutzer Ihr Produkt wahrnehmen, desto erfolgreicher ist Ihr Internetauftritt. Zudem empfiehlt Frau Jacobi neben einigen Usability-Testing-Tools vor allem eine Optimierung für Mobile sowie für den Facebook-Browser.

  1. Kontext-Marketing

Weiterhin ist relevanter und holistischer Content extrem wichtig. Er sollte stets gepflegt und aktualisiert werden. Man unterscheidet zwei Arten von Content-Faktoren – Informationen, die als Content Push dienen und Informationen die als Context-Push fungieren.

Allgemeine relevante Informationen wie,

  • Fachbeiträge
  • Whitepaper und E-Books
  • Charts
  • Videos
  • Webinare

werden als Content-Push-Faktoren eingeordnet.

Diese Art von Content bleibt nach wie vor wichtig, sollte jedoch in Zukunft mit situationsspezifischen Informationen ergänzt werden, um eine Pull-Wirkung zu erzielen. Faktoren für den Context-Pull sind:

  • Ortsspezifische Inhalte
  • Zeitbezogene Inhalte
  • Personalisierte Inhalte

„Nur gezielte Context-Informationen werden in Zukunft also die gewünschten Pull-Wirkungen erzeugen, während das allgemeine Content-Marketing mehr und mehr einen Push-Charakter mit sinkendem Wirkungsgrad erhält.“

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Quelle – Pull und Push-Faktoren:

http://hsimmet.com/2014/02/22/step-to-the-next-vom-content-marketing-zum-context-marketing/

Mehr über die Search Conference erfahren Sie hier:

Internetworld – Search Conference